Religion

Das Christentum hat die europäische Kultur in besonderem Maße geprägt. Insofern bietet der christliche Religionsunterricht ein reichhaltiges Orientierungs- und Deutungswissen, die zu großen Teilen von jüdisch-christlich begründeten Werten und Traditionen geprägt ist.

Zugleich besteht mit der Welt des Alten Testaments, dem Umfeld Jesu und der frühen Kirche und mit der Sprache des Neuen Testaments eine enge Verbindung zur griechisch-römischen Antike.

Der Religionsunterricht beider Konfessionen ist für Teilnehmer*innen unterschiedlichster Glaubensausrichtung und Überzeugungen sowie aller Religionen offen. Denn durch die Vermittlung von Hintergrundwissen, die Reflexion über Religiosität, die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen für ein verantwortliches Handeln heute und die kreative Umsetzung soll vor allem die Entwicklung eines eigenen religiösen Standpunktes als Teil der Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden. Dazu informiert der Unterricht nicht nur über Konfessionen, sondern auch über andere Religionen und Weltanschauungen und schult den Umgang mit und die Deutung von Texten, Ritualen und Symbolen. So befähigt er dazu, über eigene religiöse Haltungen und Weltanschauungen zu sprechen und in einen interreligiösen Dialog zu treten.

Mehr als alle anderen Fächer hat der Religionsunterricht die Freiheit, auf aktuelle Interessen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ohne Notendruck einzugehen, die sich aus aktuellen Ereignissen oder aus der Situation in der Klasse ergeben. Im Stundenplan wird er den anderen Fächern weitestgehend gleichgestellt, d.h. nicht nur in späten Randstunden unterrichtet.

An unserer Schule ist der Religionsunterricht mit einem eigenen Raum, den traditionellen Weihnachtsandachten und verschiedenen Projektarbeiten gut eingefügt in das Schulleben.

Eine besondere und langjährige Tradition des evangelischen Religionsunterrichts für Schüler*innen ab der 10. Klasse ist das Angebot einer Gedenkstättenfahrt nach Krakau mit Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im Zusammenhang mit einer intensiven Beschäftigung mit der Shoa und dem Judentum in Deutschland.

Text und Foto: Fachbereich Religion (Schuljahr 2018/19)